Steven Wozniak gilt zweifellos als einer der großen Computerpioniere unserer Zeit. Lange bevor Woz´ den Apple I und den Legänderen Apple II entwickelte, baute
er schon Computer. Seine erste große Entwicklung war eine sogenannte BlueBox, mit welcher die jungen Computergurus in den USA zunächst Schwachstellen in den Telekommunikationsnetzen der lokalen Telefonanbieter entdecken und darrauf Aufmerksam machen wollten. Steve gelang es mit seiner BlueBox kostenlos telefonate durch die ganze USA zu führen. Danach entwickelte er zunächst nur auf Papier seinen ersten Mikroprozessor-Computer, den Soda-Cream Computer. Auf einem treffen des Homebrew Computer Club zeigte er einigen Leuten seine Entwürfe und später seinen fertigen Computer. Woz´war einer der ersten, wenn nicht der Erste, welcher keinen Statischen RAM-Speicher verwendete, sondern
einen Dynamischen Speicher von Intel verwendete. Schon in dieser Zeit, nach März 1975 begann Woz´ damit, den später bekannten Apple I zu entwickeln.
Abb. Platine des Apple
IDas Spiel faszinierte Woz´und so kam es, das er den Apple II nicht nur für Anwendungen entwarf, sondern gleich zu beginn mit Farbgrafik, Sound und sogar Drehreglern entwickelte. Auslöser was das Spiel Breakout, welches er in nur 4 Tagen für Atari fertig stellte, um seinen Freund Jobs bei deren Fertigstellung zu unterstützen. Eins allerdings war neu, gab es Spiele bis hierhin lediglich nur als Hardware-Programmierungen ( alle Spiele waren auf Platinen verlötet ) gelang es Woz´ mit seinem entwickelten Basic, das Spiel Breakout auf seinem Basic und dem Apple II laufen zu lassen. Dinge wie das Speichern auf Tape, eine Schnittstelle an den Fernseher und sogar die Ausgabe von Ton sind Woz´ zu verdanken.

Abb. Steven Wozniak ( Links) und Steve Jobs präsentieren die Platine des Apple II
Zu viele Köche verderben den Brei
Zu seinen genialen Erfindungen zählen also der Apple I sowie der Apple II. Diese Rechner konnte Woz´ selbst entwickeln und setzte sich gegen alle Einwände anderer, insbesondere seines Freundes Jobs durch. Das schaffte er bei der Entwicklung des Apple III nicht, das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten. Inkompatibel zu den anderen Apple Computern, zuwenig Schnittstellen und voller Kinderkrankheiten scheiterte der Apple III und hätte Apple fast den Kopf gekostet, wäre da nicht das Wunderkind Apple II, welches sich bis Ende der 80er Jahre fast unverändert verkaufen ließ. Mit dem Apple II GS endete die Ära Apple und fortan hießen alle Apple Computer, Macintosh.