
Apple - Eine
Geschichte
Kaum ein anderes Unternehmen hat in seiner Vergangenheit mehr Höhen
und Tiefen erlebt als Apple. Von allen, die gegen Ende der
Siebziger Jahre an den Start gingen, haben es nur wenige bis in die
heutige Zeit geschafft. Eines der ältesten Unternehmen dieser Zeit
ist Apple. Als Apple den Markt betrat, war dieser noch offen für
alle, die einen Computer bauen wollten. Zu dieser Zeit waren
Computer nicht die uns bekannten kleinen Freunde mit einer Tastatur
und einem Monitor als Ausgabemedium, als Apple begann den Apple I
zu entwickeln waren Computer noch so groß, das man sie nur in
speziellen Räumen aufstellen konnte, sie wogen mehrere Tonnen und
als Ausgabe diente die Lochkarte.
Niemand konnte sich zu dieser Zeit einen Computer erlauben, so kam
es auch das Kenneth H. Olsen (einer der führenden persönlichkeiten
in der IT Branche in den 70er Jahren) zu der Aussage kam: „ich sehe
keinen vernünftigen Grund, warum irgendjemand jemals einen Computer
zu Hause haben wolle" Diese Aussage könnte als eine der größten
Fehleinschätzungen in der Geschichte der Mikrocomputer gesehen
werden. Bei IBM dachte man nicht viel Anders.

Der Apple
II
Im Jahr 1976, noch während des Verkaufs des Apple I begann Steven
Wozniak mit der Entwicklung eines Nachfolgers. Steven hatte
konkrete Vorstellungen wie der Nachfolger aussehen sollte. Zu
dieser Zeit war Steven noch bei Hewlett Packard beschäftigt. Erst
nach drängen Mike Makkula´s kündigte Steven und widmete sich
ausschließlich der Fertigstellung seines Kindes, dem Apple
II.
Als 1977 der Apple II in die Läden kam, staunte die Fachwelt. Der
direkte Nachfolger des Apple I war Erwachsen geworden und bekam mit
dem Apple II einen würdigen Nachfolger. Ein Kunststoffgehäuse das
sich ohne Werkzeug öffnen ließ. Acht freie Steckplätze für
Erweiterungskarten, bis zu 64 K-Byte RAM sowie ein eigenes Video
RAM machten ihn zu dieser Zeit einzigartig. Innerhalb der ersten
Sechs Monate verkaufte Apple gut 4000 Einheiten des Apple II. In
dieser Zeit begann Woz mit der Entwicklung seines Legendären
Floppycontrollers. Ab Juli 1978 war der Floppycontroller zusammen
mit dem Floppylaufwerk für 600 $ zu kaufen.
Er war nicht nur der Leistungsstärkste, sondern auch der günstigste
Controller dieser Zeit. Auch hier stiegen die Verkaufszahlen
schnell in astronomische Höhen.
Im Juni 1979 sanken die Preise für Speichersteine so stark, dass
man bei Apple sofort über die Entwicklung eines neuen Mainboards
nachdachte. Das neue Board enthielt das Betriebssystem, den
Floppycontroller, insgesamt Acht Farben sowie eine Schärfere
Darstellung auf dem Bildschirm.
Abb. einige der erhältichen
Erweiterungsplatinen für die Apple II Serie. U.a. 128 K
Erweiterung, RS232 Schnittstelle, 80 Zeichen Grafikkarte
Der neue Markt
Die nächsten Jahre prägten Slogan wie „IBM-Kompatibel" die Gehäuse
Namhafter Computerhersteller. Eigentlich hätte es „MS-DOS
Kompatibel" heißen müssen. IBM sah noch immer nicht das ganze
Potenzial des Marktes und verbrachte nicht genug Zeit mit der
Entwicklung eines eigenen Betriebssystems. Man kaufte es bei Bill
Gates und machte ihn so, zu dem was er heute ist. Alle anderen
mussten also auch ihr OS bei Microsoft kaufen, die Manager von IBM
machten sich nicht mal die Mühe, die Verträge sorgfältig zu
erstellen bzw. zu lesen. Man glaubte dort, man hätte das alleinige
Recht an MS-DOS gekauft, dem war nicht so, Microsoft blieb Besitzer
seines MS-DOS und verkaufte es weiter, an alle anderen Computer
Hersteller. In dieser Zeit, stellte Apple den ersten MAC fertig,
mit 128K war er untermotorisiert und obendrein zu teuer. Die Apple
Lisa floppte aus den gleichen Gründen, war sie doch der erste
Rechner mit Grafischer Benutzeroberfläche in Serie. Überhaupt
schien der Markt noch nicht reif für das GUI (Graphical User
Interface) zu sein, weiterhin verkauften sich IBM Kompatible oder
der Apple II bestens, was dazu führte das der Apple II von 1979 bis
1990 ohne Nennenswerte Neuerungen fast unverändert gebaut wurde.
Wem der MAC zu teuer war, der kaufte sich einen Atari ST, wer ohne
die Grafische Benutzeroberfläche auskam griff entweder zum Apple II
oder zu einem IBM kompatiblen PC.

NEXT und
Pixar
Das Karussell drehte sich weiter und zum Ende der 80er Jahre kam es
zum Rausschmiss Steve Jobs bei Apple. Wäre Steve nicht von Natur
aus ein Steh-auf-Männchen hätte man ihn bald vergessen. Zunächst
gründete er NEXT und versuchte am Konzept des MAC fest zu halten,
der NEXT scheiterte jedoch aus dem gleichen Grund wie zuvor der
MAC. Die Leistung des Next war seiner Zeit voraus, der Preis
allerdings auch. Steve blieb erneut auf seinen Rechnern sitzen, nur
wenige wurden verkauft, sein OS, das NEXTStep war allerdings dass
zu der Zeit beste Betriebssystem auf dem Markt. Nebenbei kaufte
Steve auch noch Pixar, ohne zu wissen welche Goldgrube er damit
innehatte. Nach dem Vertragsabschluss mit Walt Disney folgte die
Produktion Pixar´s ersten Kassenschlagers, Toy Story. Es folgten
weitere große Kinofilme (chronologisch: Toy Story, a Bugs life, Toy
Story 2, Monster AG, finding Nemo, The Incredibles) Jeder dieser
Filme brach einen neuen Rekord, bis hin zu Auszeichnungen für die
Beste Animation, den besten Trickfilm usw. gab es nichts, was Pixar
nicht erreichte. Bis heute ist Disney von Pixar mehr oder weniger
abhängig so dass Steve die weiteren Verträge nach seinen
Vorstellungen aushandeln konnte.

Die
Wiederkehr
Bei Apple sah es mittlerweile nicht mehr so gut aus,
Neuentwicklungen wie der Apple Newton waren seiner Zeit voraus und
verkauften sich so gut wie gar nicht. Jil Amilio der damalige
Präsident von Apple brachte einige gute Geräte auf den Markt und
hatte noch die eine oder andere große Idee in der Entwicklung.
Darunter Computer wie der iMac. Die Suche nach einem neuen OS holte
wieder Steve auf den Plan. Nach zähen Verhandlungen kaufte Apple
NEXT und das darin enthaltene NEXTStep Betriebssystem samt Steve
Jobs. Zunächst wollte Steve nur als Teamleiter fungieren, wovon Jil
ihn jedoch abbringen konnte, nicht ahnend dass er damit seinen
Abgang bei Apple vorbereitete. Es dauerte nicht lange bis Steve
begann gegen Amilio zu integrieren was später zu Jil´s Rauswurf
führte. Steve setzte sich wieder an die Spitze seines einst
gegründeten Unternehmens. Steve hatte keine scheu davor sich mit
fremden Federn zu schmücken und da sah es später aus, als wäre der
iMac seine Idee gewesen. Jobs führte Apple zurück in die schwarzen
zahlen und weitere Markteinführungen wie iPod, iTunes oder zuletzt
der Umstieg auf Intel CPU´s brachten unerwartet großen Erfolg.
iTunes kann sehr wohl als sein Kind bezeichnet werden, denn er war
es persönlich, der mit den großen der Musikindustrie am
Verhandlungstisch saß und die Verträge aushandelte. Womit er nicht
nur Apple, sondern auch den Musikmarkt neu belebte.
Warten wir, was noch großes vor uns und Apple liegt. Egal was es
ist, Steve macht es möglich und uns, seine treuen Macianer zu
seinen ergebenen Untertanen.
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