1976 beginnt diese kleine Zeitreise, mitten in der Entstehung der Homecomputer unserer alten Zeit. Gegen Ende der 70er Jahre, prägten ausschließlich Acorn, Apple und Commodore den Homecomputermarkt. So werkelten Steve Jobs und Stephen Wozniak bis 1976 an ihrem ersten 8 Bit Homecomputer, dem Apple I. Der Apple I war immerhin der Homecomputer, welchen auch Nicht-Bastler kaufen und bedienen konnten. Denn bis hierhin waren alle Homecomputer lediglich als Bausätze erhältlich, was die breite Masse davon abhielt sich einen Homecomputer zu kaufen. Dies erkannte 1976 auch Jack Tramiel, Chef von Commodore und entwickelte einen Homecomputer für die Breite Masse. PET2001 hieß Commodore´s erste Serie ( Personal Electronic Transactor ).
Commodore hatte schon mit Taschenrechnern Geld verdient, verlor allerdings den Preiskrieg gegen Texas Instruments und lief Gefahr Konkurs zu gehen. Also entwickelte Commodore den ersten Homecomputer für die breite Masse und der PET2001 wurde ein Erfolg. Acorn gesellte sich zwei Jahre später zu den Herstellern von Homecomputern und kann 1978 den nicht sonderlich erfolgreichen Acorn Atom vorstellen. Seine Technik aber überzeugt und ist die Grundlage für den später folgenden Acorn BBC.

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Ist das Jahr, in dem der Homecomputermarkt zu Leben beginnt. Immer mehr Hersteller kämpfen um die Gunst der Kunden und versuchen mit eigenen Homecomputern ein Stück vom großen Kuchen zu ergattern. Allen voran bringt Atari zwei Modelle auf den Markt, welche jedem dienen sollten, der 400 zielte auf die jüngeren und somit die Spieler ab. Er hatte eine schlecht zu bedienende Folientastatur dafür aber 4 Joystickports. Der 800 hatte eine richtige Schreibmaschinentastatur und 64KByte Rom Arbeitsspeicher. Es war klar das der 800 für den Professionellen Markt sein sollte. Beide Computer verfügten über Spezialchips die jeweils für den Sound und die Grafik zuständig waren. Jay Miner (später bei Commodore und Mitentwickler des Amiga1000) entwickelte diese für die Ataris. Steve Jobs und Stephen Wozniak hatten auch nicht geschlafen und in Ihrer Garage weiter an einem Nachfolger des schon gut laufenden Apple I gearbeitet. Im Sommer 1979 kommt der Apple II auf den Markt und überzeugt durch seine ausgeklügelte Architektur den Markt. Bald erscheinen Erweiterungskarten für Grafik, Speichercontroller sowie externe Laufwerke. Grafikdarstellung in Farbe wird erstmals mit einem Homecomputer möglich. Fallende Speicherpreise erlauben es den Anwendern, Ihren Apple II schon bald auf 64 KByte Arbeitsspeicher aufzurüsten. Der Apple II ist so Erfolgreich, das er bis 1990 mit nur wenigen Neuerungen fast unverändert gebaut wird. Commodore hingegen wirft den Nachfolger des sehr Erfolgreichen PET2001 auf den Markt. In Deutschland nennt man diese Serie CBM (Commodore Büro Maschine) Der CBM3008 sah seinem Vorgänger zwar ähnlich, aber die im PET verbaute Taschenrechnertastatur wich nun einer vernünftigen und für den Professionellen Einsatz eher geeigneten Schreibmaschinentastatur. Hinzu kam ein etwas größerer Arbeitsspeicher und eine eingebaute Datasette zum Speichern von Daten. Fertig war der CBM.

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Im Zuge des scheinbar nie aufhörenden Homecomputerbooms traten immer mehr Hersteller in die Fußstapfen von Apple und Co und warfen ihrerseits mehr oder weniger Erfolgreiche Homecomputer auf den Markt. Sinclair ging hierbei neue Wege und stellte im Frühjahr 1980 den ZX80 vor. Zu einem Preis von knapp 300 DM war er der erste, wirklich für jedermann erschwingliche Homecomputer dieser Zeit. Die Leistung dieses kleinen Homecomputers war schon zu seinem erscheinen alles andere als Modern und Zeitgemäß, begeisterte aber die breite Masse durch seinen Preis und so bastelten und programmierten viele auf dem kleinen Sinclair.
Im gleichen Jahr stellte Texas Instruments den Ti99/4 vor, er war der erste Homecomputer mit einer echten 16Bit CPU, dem TMS9900. Zu einem Kaufpreis von 2000 DM blieben viele der eigentlich auch sehr guten und schnellen Rechner in den Regalen liegen und so konnte sich der TI99/4 nicht auf dem Europäischen Homecomputermarkt festigen. In England hingegen war er mit den Sinclairs erste Wahl. Apple war nach wie vor hoch motiviert und brachte schon ein Jahr nach erscheinen des Legendären Apple II, die Apple III Serie auf den Markt. Diese Rechner konnten jedoch weder Technisch noch was den Absatz angeht, an den Erfolgen der Apple II Reihe anknüpfen. Technische Probleme mit dem Apple III brachten Apple in große Finanznöte und sorgten dafür dass diese Serie recht schnell wieder eingestellt wurde und man wieder den Apple II weiter entwickelte.

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Es war wieder im Frühjahr, diesmal 1981 als Clive Sinclair der Öffentlichkeit den Nachfolger des Überraschend Erfolgreichen ZX80, den ZX81 vorstellte. Der Arbeitsspeicher wurde auf 8KByter verdoppelt, das Gerät wurde als Bausatz oder als Fertiggerät angeboten und begeisterte wieder einmal die Massen durch seinen günstigen Preis. Hierzulande konnte man den ZX81 für 700DM erstehen. Bald erschienen die ersten Erweiterungen wie eine 16K Erweiterung für den kleinen ZX und so erschlossen sich den Anwendern völlig neue Möglichkeiten. Der ZX81 verkaufte sich Weltweit knapp 700000-mal und soll im Erscheinungsjahr ca. 18000 - 22000-mal in nur einem Monat verkauft worden sein.
IBM sah dem treiben auf dem Homecomputermarkt lange tatenlos zu. Hiermit sollte es aber nun vorbei sein, da man befürchtete einen großen Markt an andere Hersteller zu verlieren. Also entwickelte man bei IBM am ersten echten PC. Weder das Betriebssystem noch der Prozessor waren von IBM, sondern wurden da die Zeit drängte, bei Microsoft und Intel gekauft. Nur seinem guten Namen hatte es IBM zu verdanken dass man auch auf dem Homecomputermarkt sofort Fuß fassen konnte. Die IBM Rechner konnten sich im Professionellen Bereich schnell durchsetzen und bald schon gab es den von IBM ins Leben gerufenen Standart PC ( Personal Computer ) Acorn brachte den Nachfolger des Atom in die Läden, einen mit 32KByte ausgerüsteten 8Bit Computer, den Acorn BBC ( British Broadcasting Corporation ) Der Fernsehsender BBC zeigte diesen Homecomputer oft in einer seiner Serien was für hohe Verkaufszahlen in England führte, auch das Spiel Elite erschien auf dem BBC, welches auch heute noch zu den meistverkauften Spielen überhaupt gehört.

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In diesem Jahr wurde eine Welle neuer Homecomputer ausgelöst, wie sie nie wieder vorkam. Neue Namen wie Dragon, Oric oder Jupiter drängten auf den Homecomputermarkt. Viele von ihnen jedoch mit recht wenig Erfolg. Clive Sinclair war es aber mal wieder, der die Fachwelt aufhorchen ließ als er den Nachfolger des ZX81 der öffentlichkeit Präsentierte, den Sinclair Spectrum. Dieser kleine Sinclair bekam endlich eine Halbwegs vernünftige Tastatur spendiert, leider aber nur aus Gummi, was ihn zum Programmieren genauso unangenehm machte, wie seine Vorgänger. 16KByte standen ihm zur Seite und konnten immerhin schon 16 Farben darstellen. Später folgte noch der Spectrum 48K mit einem erweiterten Arbeitsspeicher auf 48KByte. In England wurde auch dieser Sinclair wieder zu einem Renner, die 16K Version wurde nicht lange Verkauft, da die Speicherpreise zu schnell sanken. Neue Namen wie Newbrain, Oric-1 oder Jupiter Ace, erblickten nur recht kurze Zeit das Licht des Homecomputermarktes und verschwanden recht schnell wieder in der Versenkung. Lediglich der Oric-1 konnte in Frankreich halbwegs gute Absatzzahlen erzielen. Timex bringt in den USA einen Clon des in England so Erfolgreichen ZX81 auf den Markt, den TS1000. Der Timex wurde zwar recht ordentlich Verkauft, konnte aber nie an die Erfolge des ZX81 in England anknüpfen. Noch im gleichen Jahr ( erster Sinclair mit Gummitastatur ) bringt Commodore den C64 auf den Amerikanischen Markt. Durch die überraschenden Erfolge des VC20 war der Weg bereitet und Commodore brachte den ersten 64KByte großen Homecomputer in Serie. Ohne die Magische 64 im Namen wollte bald niemand mehr einen Homecomputer auf den Markt werfen. Bedingt durch den recht hohen Preis von ca. 1500DM Produzierte Commodore aber den VC20 weiter, um nach wie vor einen echten Volks Computer im Programm zu haben.

... 1983 ...

Nachdem der Commodore C64 in Amerika einen einzigartigen Boom auslöste, erschien er Anfang 1983 auch in Deutschland. Der VC64, später C64 kam für rund 1300 DM in die Läden, sein Preis viel aber schnell auf unter 1000 DM was den Absatz weiter förderte. Für den Professionellen Markt, brachte Commodore die 710 / 720 Rechner auf den Markt. Hier verzichtete man auf einen Buchstaben in der Namengebung. Noch in diesem Jahr zeichnete sich ab, das IBM Kompatible Rechner in den nächsten Jahren Standart in Büros werden sollten. Ein Flop, aber Heute ein echtes Sammlerstück war der SX64. Ein Tragbarer C64 mit Integrierter 5 1/4" Floppy und 5" Farbmonitor. Leider war er mit seinen 10,5 Kilo weder transportabel, noch war er mit seinem Preis von 2200 DM Günstig. Schnell verschwand er wieder in der Versenkung, erfreut sich aber heute unter Sammlern großer Beliebtheit. "Grafische Oberfläche" war der nächste große Wurf den Apple mit seinem Modell LISA auf dem Markt landen wollte. Man kaufte sich die Rechte an einem Grafischen Betriebssystem von Rank Xerox, die eine Frühform einer Benutzeroberfläche in den 70gern entworfen hatten. Mit 1 MB RAM und einem 12" Monochrommonitor kam LISA dann mit einer 68000er CPU und immerhin 5MHz Takt auf den Markt. Angesichts eines Preises in Höhe von ca. 10000 US$ und die bei der Vorstellung schlecht kritisierte Systemleistung des Rechners, blieben die meisten der Lisas in den Händlerregalen liegen. Apple entging wieder nur Knapp einem Finanziellen Fiasko. Der Sinclair-Klon aus den USA, Timex hatte in den USA wieder einmal seine Kunden verärgert. Schlechte Performance, nicht Zeitgemäße Technik und obendrein ein schlechter Support ließen Timex und seine Rechner bald das Rennen gegen Sinclair verlieren. Es war aber auch das Jahr, indem die Videospiele Industrie, (allen voran Atari mit seiner bis dahin Erfolgreichen Konsole) völlig zusammen brach. Atari musste mehrere Tausend Spiele vernichten, sogar Konzerne wie Parker ( hatte mehrere Erfolgreiche Spiele und viele Rechte an Personen und Filmen gekauft wie zum Beispiel Spiderman, Hulk oder Frogger ) zogen sich sofort aus dem Konsolenmarkt zurück. Andere die länger zögerten gingen Pleite. Im Verlauf der folgenden 18 Monate verschwanden die Konsolen völlig von der Bildfläche. Einzig der Legendäre Atari überlebte den Untergang und konnte noch bis 1990 gebaut und verkauft werden. Atari erkannte das die Technik des 2600 mit den Homecomputern dieser Tage nicht mithalten konnte und brachte noch das Atari 5200 auf den Markt, dieser war zwar Technisch vielen Homecomputern überlegen, mangelnde Kompatibilität und schlechtes Marketing ließen die Konsole schnell wieder verschwinden. Dafür machte Atari es bei den Homecomputern besser. Im gleichen Jahr wie der C64 erschien Ataris recht erfolgreiche XL Reihe. Die Modelle 600 XL und 800 XL waren die direkten Nachfolger der in den 70gern gefertigten 400 und 800. Mit 16KByte (600XL) und 64KByte (800XL) konnten sie zwar lange und gut verkauft werden, gegen Commodore Megaseller dem C64 waren sie aber Chancenlos. Microsoft kündigt für 1984 das erste Microsoft Windows an. Bereits im April 1983 kommt eine Version als Interface Manager auf den Markt, kann aber kaum überzeugen. Interessanter ist es da schon um Microsofts MS-DOS2.0, welches mit dem neuen IBM-XT ausgeliefert wird. Zu den großen Verbesserungen zählen die Verwaltung von bis zu 10MB Festplattenkapazität sowie das neue 360KByte Diskettenlaufwerk. MSX drängt auf den Markt, kann sich aber 1983 nicht richtig behaupten, der große Boom soll 1984 folgen.
Die Amerikanische Zeitung "Times" kürte 1983 den Computer zum "Mann des Jahres"

... 1984 ...

Das Jahr 1984 brachte viele große Ereignisse und Neuerungen. Apple begann dieses Jahr am 09. Januar mit der Vorstellung seines zweiten Versuches eines Homecomputers mit grafischer Benutzeroberfläche. Unter dem Namen Apple Macintosh wurde sie bekannt und ist noch Heute vielen ein Begriff. Ein 10" S/W Monitor zierte den Rechner und gleich 2 3,5" Laufwerke waren in ihm Untergebracht. Der Motorola 68000 trieb den Apple an, welcher mit einem Verkaufspreis von 2500 US$ kaum Abnehmer fand. Apple inszinierte zu diesem Rechner einen Legendären Werbespot, welcher nur einmal im Fernsehen zu sehen war (im Superbowle Endspiel ´84) aber über Wochen die Presse beschäftigte. Aber Apple blieb ja noch der Apple II als Garant für den Erfolg und letzter Halt vor der Pleite. Wenige Tage nachdem Apple Release, es war der 13. Januar, verließ Jack Tramiel Commodore und wurde ausgezahlt. Der Mehrheitsaktionär Irving Gould übernahm die Führung Commodore. Auch an anderer Stelle sah es nicht unbedingt besser aus. Atari kränkelte seit langem an Verlusten und auch das VCS konnte nichts mehr daran ändern das Time Warner, Atari verkaufen wollte und das Unerwartete trat ein. Jack Tramiel kaufte Atari für einige Millionen US$ und holte aus zum Rachefeldzug gegen Commodore. Zunächst wurde die Mehrheit der Belegschaft entlassen, die Entwicklung gefördert und alte Projekte eingefroren. Tramiel senkte die Preise für die XL Reihe, was noch mal für hohe Verkaufszahlen sorgte. Nachdem er ja schon nicht an die Firma Amiga gekommen war, ließ er unter Hochdruck einen reinen 16Bit Homecomputer entwickeln und warb bei der Gelegenheit auch noch einige der wichtigsten Entwickler Commodore´s ab. Im Herbst kündigte Tramiel das neue Wunderkind an und nur Sechs Monate später sollte es fertig sein.
Commodore hingegen kaufte Amiga und Entwickelte nun ebenfalls an einem 16Bit Homecomputer. Um die Zeit zu überbrücken brachte Commodore mehrere Nachfolger des VC20, den C16 und C116 sowie den später noch folgenden Plus/4. Aber diese Rechner wurden mit dem C64 verglichen und so verfehlten sie ihr Ziel als Einsteiger Computer. Der Eine Millionste VC20 wurde 1984 verkauft. Sir Clive Sinclair war auch 1984 nicht faul und präsentierte den Sinclair QL ( Quantum Leap / Quantensprung ). Die CPU, ein 68008 Motorola sowie ein Umfangreiches Software Paket und eine echte Schreibmaschinentastatur rundeten den Sinclair ab. Der Hi-Fi Hersteller Schneider und der englische Homecomputerhersteller Amstrat schlossen sich zu einer großen Allianz zusammen und stürmten mit dem CPC464 (ColorPersonalComputer) den Deutschen Homecomputermarkt. Der CPC464 war direkter Konkurrent zum C64, eine Integrierte Datasette und der Grün- oder Farbmonitor gehörten zum Lieferumfang. Der CPC464 wurde 1984 zum Homecomputer des Jahres gekürt. Der Französische Hersteller Thompson versuchte sich ebenfalls auf dem europäischen Markt zu etablieren. Die Computer T07/70 und MO5 wurden aber nur sehr schlecht verkauft und wanderten schnell zu Schleuderpreisen über die Ladentheken. IBM bringt 1984 AT (den ersten 80286 16Bit Prozessor) auf den Markt und setzte somit zum letzten Mal einen Standart für PCs. Den ersten 80386 brachte Compaq und IBM´s späterer Versuch mit der PS/2 Technik den Markt zurück zu gewinnen, scheiterte. Einer der größten Irrtümer bewahrheitet sich 1984 auch, die Fachpresse hatte MSX als kommender Standart prognostiziert, aber MSX blieb hierzulande MSX ein Flop.

...1985...

Zunächst hatte es den Eindruck als würde es das Jahr der 128KByte Computer werden. Commodore brachte den C128, Atari den 130XE und wenige Monate später auch Amstrat/Schneider seinen CPC6128. Da die 8Bit Prozessoren aber nur 64KByte verwalten konnten, mussten die 128KByte über so genanntes "Bankswitching" angesprochen werden, was den Speicher nicht besonders schnell machte. Der C128 von Commodore hatte einiges gute und neues im Boot. So besaß er zwei Prozessoren, zum einen den Z80 sowie einen 6502 kompatiblen Prozessor. Der 6502 war allerdings fast doppelt so schnell wie der des C64. Über den Befehl "Go 64" konnte man in den fast 100%igen C64 Modus wechseln und so gut wie alle Programme des C64 nutzen. Der Z80 Prozessor sorgte dafür, das man außerdem auch noch auf Programme in CP/M zurückgreifen konnte. Dies machte den C128 eigentlich zu einem echten Allrounder. Durchsetzen konnte er sich aber nicht. Warum auch, sollten Hersteller für den C128 entwickeln, wenn der doch alles was der C64 lesen konnte auch verstand?
Bei Atari war es der 130XE, in einem den ST´s ähnlichen Gehäuse, war er zumindest Optisch ein echter Hinkucker. Aber die Neuerungen gegenüber den XL Rechnern waren nicht gravierend und so verpasste der 130XE die Zeit, in der er noch hätte Verkauft werden können.
Wenig später brachte Atari dann endlich die ST Rechner auf den Markt und spätestens hier verloren die XE Rechner von Atari ihre Daseinsberechtigung. Zu einem Kampfpreis von ca. 3500 US$ inklusive eines Brillianten S/W Monitors mit prima Eigenschaften. Zunächst wusste kaum jemand etwas mit den 512KByte Arbeitsspeicher anzufangen, welche die ST´s auf dem Buckel hatten. Die 68000 CPU, welche auch in Apples Lisa verbaut war, tat ihr übriges zur bis dahin besten Performance auf dem 16Bit Homecomputermarkt. Jack Tramiel bewies wieder einmal sein Geschick und es schien als könnte er Atari wieder schwarze Zahlen schreiben lassen.
Nur Sechs Monate nachdem Atari die ST Reihe vorgestellt hatte, kam endlich Commodores Amiga und erblickte das Licht der Homecomputerwelt. Bei seinem erscheinen galt er geradezu als Wundercomputer. Er besaß einen eigenen Soundchip, welcher es ihm ermöglichte sogar Soundsamples zu verarbeiten. Der Preis von 7000 DM bei seinem erscheinen, trog die erste Euphorie. Es dauerte ein wenig bis der Amiga in Ordentlichen Stückzahlen über die Ladentische ging. Aber dann brach eine welle großer Begeisterung los. Commodore reagierte und entwickelte eine abgespeckte Version, des noch recht teuren Amiga 1000. Apple hingegen ging es immer schlechter, der Apple II hielt das Unternehmen zwar am leben, mehr aber auch nicht. Der Macintosh verkaufte sich immer schlechter. Die Folge waren Massenentlassungen. Nun traf der große Visionär Steve Jobs auf den kühlen und Profitbestimmten Manager John Scully ( einige Jahre zuvor ins Unternehmen geholt ). Dieser brachte Jobs zunächst nur um die Leitung des Unternehmens, später musste Jobs ganz gehen. Ab diesem Zeitpunkt war keiner der jungen Gründer aus den Garagenzeiten mehr bei Apple. Steve Jobs verkaufte nach seiner Entlassung alle bis auf eine Apple-Aktie, nur zum Symbolischen verbleib. Die Japaner holten zum zweiten Streich gegen den Homecomputermarkt in Europa aus, der weiterhin von Commodore dominiert wurde. MSX II sollte der neue Standart heissen, der nun endgültig mit Commodore und Atari Schluss machen sollte. Die Technik sprach klar für MSX II, ein verbessertes Basic, 16Bit und verbesserte Multimedia Fähigkeiten. Aber das hatte in der Vergangenheit auch niemanden bewegt, sich einen anderen Homecomputer zu kaufen, als die breite Masse.
Beim zweiten Anlauf waren es auch schon bedeutend weniger Firmen, als noch bei MSX. Aber dieser Kampf ging ja unterm Strich unentschieden aus, denn Commodore scheiterte ja auch mit seinem Versuch auf dem Japanischen Markt Fuß zu fassen. Schneider Veröffentlichte den Joyce, eine Art Elektronische Schreibmaschine. Die zwei 3" Disketten Laufwerke waren rechts neben Bildschirm im Monitor angebracht. 256KByte standen dem Textverarbeitungsrechner zur Seite. Vorinstallierte Software sollte ihn zur Nummer Eins im Büro machen. Noch im gleichen Jahr schluckte Amstrat den Legendären Clive Sinclair für 5 Millionen Pfund. Amstrat führte Sinclair noch bis 1989.
Enterprise Computer traf es in diesem Jahr besonders schlimm und so ging das Unternehmen im Juli Pleite. Letzte Geräte werden schnell noch zu Schleuderpreisen raus gehauen. Microsoft bringt endlich das lang erwartete Windows 1.0 auf den Markt. Nachdem es 1983 fertig gestellt sein sollte, konnte man es nun ausgiebig testen und nutzen.

... 1986 ...

Nun begann für viele große Hersteller ein sehr turbulentes Jahr. Erstmals kam auch das Erfolgsunternehmen Commodore in Schwierigkeiten. Commodore hatte viele seiner Entwicklungsgelder in die falschen Projekte gesteckt und so wurde nichts außer dem Amiga ein Erfolg für die Firma. Gerüchte besagten sogar, das die Finanziell besser stehende Atari Inc., Commodore aufkaufen wollte. Das waren aber nur Gerüchte und kaum einer schenkte ihnen ernsthaft Beachtung. Commodore konnte sich noch einmal retten und holte den Manager Thomas Rattingen ins bot welchen sie von Coca-Cola abwarben. Er rettete Commodore vor dem Bankrott. Clive Sinclair, einer der größten Visionäre dieser Zeit hatte weniger Glück. Nachdem Amstrat, Sinclair gekauft hatte, nahm Sir Clive Sinclair 1986 zum letzten mal seinen Hut vom Ständer und verließ das Unternehmen. Amstrat ging neue Wege und versuchte sich auf dem PC Markt zu etablieren. Mit dem PC1512 platzierte man einen mit 2000DM kostengünstigen PC am Markt. Amstrat brachte aber auch noch den Nachfolger des als Schreibmaschinenersatz gedachten Schneider Joyce Plus auf den Markt, welcher auch recht ordentlich verkauft werden konnte. Überhaupt schien Amstrat von der Flaute auf dem Homecomputermarkt verschont geblieben zu sein. Commodore brachte zum Jubiläum des so Erfolgreichen C64 eine "GOLD" Edition auf den Markt mit einer Streng limitierten Auflage von 160 Stück Deutschlandweit. Er wurde mit Zertifikat, einer Handgeschriebenen Seriennummer und in einem Goldenen Gehäuse ausgeliefert. Heute ist sein Wert wohl gegenüber dem damaligen Verkaufspreis um ein vielfaches gestiegen.

... 1987 ...

Für Commodore begann 1987 zunächst sehr Erfolgreich. Man erholte sich von den schlechten Verkaufszahlen der letzten Jahre. Da der Amiga 1000 alles andere als ein Verkaufsrenner war und sowieso nicht als Medienrechner genutzt wurde, teilte man die Amigas in eine Homecomputer- und eine Prolinie auf. Der Amiga 500 erschien als echter Heimcomputer und der Amiga 2000 jetzt als wirklich Professionelle Lösung.
Zu einem Verkaufspreis von ca. 1400DM in Deutschland trat der Amiga 500 seine Nachfolge des C64 an.
Atari hingegen verwirrte 1987 zunächst die gesamte Fachwelt. Als Atari nämlich den Atari PC vorstellte vermutete man, dass dies nur ein Taktischer Zug war. Schließlich waren die Atari PCs besser als jeder ST, andersrum ging man wohl davon aus, das jeder Händler der einen Atari PC im Schaufenster hatte auch noch einen ST dazu stellen würde.
Commodore ließ das natürlich nicht auf sich sitzen und warf den Commodore PC1 auf den Markt, ohne Steckplätze, dafür aber für nur knapp 1000 DM. Atari bringt im gleichen Jahr seine letzte echte 8-Bit Konsole, das Atari XE Gamestation auf den Markt. Erweiterte man diese Konsole mit der erhältlichen Tastatur, hatte man einen Vollwertigen Atari 800XE.
IBM stellte nun endgültig fest, dass man nicht mehr Marktführer auf dem wachsenden PC Markt war. Auch die von IBM entwickelte PS2 Technologie konnte hier nichts mehr ändern. IBM - Clones waren besser und günstiger. Amstrat und Schneider kündigen ihre Cooperation in Deutschland auf. Amstrat, warfen den Spectrum +3 auf den Englischen Markt, welcher unter seiner Haube nichts anders als eine schönerer CPC war, auch das 3" Diskettenformat behielt Amstrat bei und verlor spätestens hierbei die Vormachtsstellung auf der Insel. Sir Clive Sinclair hatte hier ein besseres Händchen, er brachte den Z88, einen nur 900 Gramm schweren Tragbaren Laptop mit Gummitastatur und eingebauter Textverarbeitung und Taschenrechnerfunktionen auf den Markt. Handelsübliche Mignon Batterien versorgten den kleinen mit Energie. Microsoft bringt OS2 v.10 auf den Markt. Zwar werden die größten Mängel des Vorgängers behoben, läuft aber auf den aktuellen PCs zu langsam.

... 1988 ...

Das Jahr 1988 war ein schwieriges Jahr für alle Hersteller von Heimcomputern. Die Politik war der Auslöser für einen Konsumeinbruch von gigantischem Ausmaß. Der Handelskrieg zwischen den USA und Japan traf den Heimcomputermarkt so schwer, da die Amerikaner den Weltweiten Markt stärker einnehmen wollten und die Japaner in Konsequenz darauf die Herstellung von Speicherchips fast halbierten. Die Speicherpreise schnellten in noch nie dagewesenem Maße in die Höhe. Atari versicherte zwar, die Preise für ihre Rechner bis zum Ende des Jahres nicht zu erhöhen und viele andere hatten sowieso Festpreise mit den Zulieferern ausgehandelt, aber Unsicherheit Herrschte in allen Lagern. Im gleichen Jahr feierte ein Spiel einen ähnlich großen Erfolg wie der Legendäre Pac-Man. Tetris hieß diese neue aus dem Ostblock stammende Spielidee und verbreitete sich rasch auf dem ganzen Globus. Konvertierungen folgten für fast alle Systeme und der Clou war die Veröffentlichung von Tetris auf dem Atari VCS 2600 im Jahr 1996. Schneider, nun alleiniger PC und Heimcomputerhersteller bringt nach langer Planungs- und Entwicklungsphase den Euro PC in die Deutschen Läden. Dieser wird zu einem nicht erwarteten Erfolg für Schneider. Als einer der ersten PCs wurde der Euro PC mit einem Starterpaket ausgerüstet, zum Lieferumfang gehörte neben dem Betriebssystem auch noch Works für MS-DOS. Sinclair bäumt sich ein letztes Mal auf und wirft eine neue PC-Serie auf den Markt. Die PC200 Reihe - technisch dem Euro PC überlegen, aber auch Teurer als die Deutsche Konkurrenz. Immerhin war der Sinclair der erste und bis heute einzige PC mit Fernsehanschluss. Ein letztes Mal bäumte sich auch Atari auf und verklagte den Marktführer auf dem Konsolenmarkt - Nintendo. Diese hatte viele Softwarefirmen durch ihre Verträge quasi an sich gekettet, was den Softwarefirmen aber auch keinen schaden zufügte, da in fast jedem dritten Amerikanischen Haushalt eine Nintendo Konsole stand.

... 1989 ...

Bei Commodore verkaufte sich 1989 der eine Millionste Amiga, die Softwarehersteller begannen die Fähigkeiten der Amigas besser auszunutzen und Produzierten eifrig neue Software, was die Absatzzahlen der Amigas weiter fördern sollte. Bei Atari stellte man mal wieder ein technisches Wunder vor, der Atari Portfolio, ein echter 16Bit Personal Computer ist aufgeklappt kleiner als ein DinA4 Blatt und der Portfolio somit der kleinste PC der Welt. Ein 8 Zeilen und 40 Zeichen Display dienten der Darstellung unter DOS oder von Textverarbeitung und Tabellenkalkulation. Der erste große Virenangriff wird durchgeführt und legt mehr als 6000 Großrechner lahm. Das damalige Internet "Arpanet" musste komplett abgeschaltet werden. Rechner der NASA, der US-Marines und der Einrichtung für SDI und Atomforschung waren außer Betrieb. Für viele war der Angriff nicht nur ärgerlich, sondern wies auch auf die kaum ernst genommenen Gefahren durch Hacker im Internet hin. Im gleichen Jahr stellt Atari den tragbaren ST vor, der Atari Stacy wird die Laptop Variante der erfolgreichen ST Rechner und wieder einmal für Musiker interessant. Der Commodore Amiga 500 mausert sich zum absoluten Homecomputer Ende der 80ger und zum würdigern Nachfolger des C64. Nur fünf Jahre später existiert Commodore Deutschland nicht mehr.




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