Best of Apple
Zu jeder großen Idee, gehört ein großer Mut und das nötige wissen etwas an den Mann zu bringen. Wozniak war eher der geniale Denker, Jobs dagegen der große Geschäftsmann, der es immer wieder schaffte, alle von seinen Ideen zu überzeugen. In seiner Dreißig jährigen Geschichte, gelang es dem Unternehmen nicht nur einmal, den Markt, den Stand der Zeit und vielleicht sogar die Käufer zu verändern. Einige der größten Errungenschaften Apples sehen sie hier:

Apple
II
Nach Fertigstellung des Apple I begann Woz sofort mit der
Entwicklung des Apple II. Der Apple II sollte über eine offene
Architektur verfügen und so durch jedermann selbst zu erweitern
sein. Die Produktion des Apple II begann 1977 und wurde bis auf
wenige Änderungen bis 1989 fortgesetzt. Die Einführung des von Woz
entwickelten Floppy-Controllers samt günstiger Floppy machte den
Apple II zum Professionellen Computer für alle. Acht freie
Steckplätze warteten darauf vom Besitzer bestückt zu werden und so
konnte sich jeder seinen Apple II so Aufrüsten wie er es brauchte.
In der Grundkonfiguration standen dem Apple II 4 KB RAM zur
Verfügung, dieser konnte jedoch auf bis zu 64 K aufgerüstet
werden.

Apple
LISA
Steve hatte eine Tochter welche er in den ersten Jahren nicht als
seine eigene Tochter anerkannte. Deshalb war es überraschend für
die Fachwelt, das Apple´s erster Computer mit Grafischer Oberfläche
den Namen „Lisa“ erhielt, so wie der Name seiner Tochter. Zu einem
Startpreis von 9,990 $ erhielt der Käufer eine Motorola 68000 CPU
mit 5 MHz Takt, 512 KB RAM sowie ein 5 1/4“ Floppylaufwerk mit
einer Speicherkapazität von 871KB. Der Preis schien allen viel zu
hoch und als dann 1984 auch noch der weit aus günstigere MAC auf
den Markt kam, sah wohl niemand mehr den Sinn soviel Geld für einen
Computer auszugeben. Die LISA ist heute einer der seltensten Apple
Computer überhaupt und hat einen geradezu Monströsen Marktwert
unter Sammlern erreicht.

Apple
Macintosh
Mit großen Tamm-Tamm und dem wohl Spektakulärsten Werbespot in der
Amerikanischen Computergeschichte kam 1984 der erste Macintosh auf
den Markt. Angetrieben wurde er wie die LISA von einer Motorola
68000 CPU mit nur 8 MHz Takt. Er sah aus wie ein zu Hoch geratener
Würfel und wurde zusammen mit dem eingebauten 3,5“ Floppylaufwerk
welches 400K Daten fassen konnte ausgeliefert. Mit 2.495 $ war auch
er vielen Anwendern zu teuer so das er sich nur schlecht verkaufte.
Der viel zu klein geratene Arbeitsspeicher von 128 K tat sein
nötiges dazu das er hinter allen Erwartungen blieb und Apple einen
derben Rückschlag einbrachte.

iMac
Steve kehrte zurück zu seinen Wurzeln und Apple, alle seine
Hoffnungen beruhten auf dem Internet. Der im Mai 1998 vorgestellte
iMac sollte alles in sich vereinen wovon Anwender träumten. IRDA
Anschluss und ein Integriertes Modem waren Standart, sein Design
aus durchsichtigem Kunststoff und in den Folgejahren verschiedenen
Farben machten ihm zu dem was er auch noch heute ist. Er war der
erste Computer welcher einen Designpreis erhielt und auch der erste
MAC der ohne ein Diskettenlaufwerk daher kam. Die Fachwelt
kritisierte Apple´s Entscheidung auf ein Diskettenlaufwerk zu
verzichten, was den iMac nicht daran hinderte zur Apple´s meist
verkauften Computer in der Firmengeschichte zu werden.

Power Mac Cube
Wenn es einen Computer gibt, der nicht nur ein tolles Design
sondern auch noch über geniale Features verfügt, dann ist das
zweifelsohne der Cube. Sein Powerschalter ist ein Sensor über den
man nur sanft den Finger legen braucht und schon schnurrt der
Lüfterlose Rechner drauf los. Einzige Lärmquelle ist die Festplatte
!!! Erschienen ist er in zwei Ausführungen mit DVD Laufwerk oder
CD-Brenner. Eine mit 450 MHz oder 500 MHzgetaktete G4 CPU treibt
den Rechner an und im Handumdrehen ist er auf 512 MB aufgerüstet.
Im Handumdrehen ? Ja das ist Sinnbildlich gemeint, denn dreht man
den Cube auf den Kopf fällt der Blick unten auf einen langen
Metallhebel. Drückt man diesen nun rein, fährt er langsam raus und
man kann das Gesamte Innenleben des Cube entnehmen.

Abb.: Innenleben des Cube
Das Gesamte Innenleben hält man nun in Händen. Die Abbildung zeigt
unten Rechts die Airport Karte, links am Gehäuse Ende ist der
Speicher zu sehen. Für geübte ist der Wechsel der Festplatte kein
Problem, setzt aber Professionelles Werkzeug voraus. Noch heute der
wohl leiseste Vertreter seiner Gattung - der schönste
allemal.

Apple und der Intel Chip
Abb. Steve Jobs auf der WWDC am 06.06.2005
Lange Zeit schien es den meisten
Apple-Usern unmöglich, man mochte gar nicht darüber reden, auch
nicht als sich bereits die ersten Gerüchte auf den einschlägigen
Apple Seiten und in Internet Foren breit machten. Nachdem Apple mit
dem G5 einen sehr schnellen 64Bit Prozessor von IBM im Programm
hatte und diesen eigentlich auch noch in die mobilen iBooks und
PowerBooks verbauen wollte, kam mal wieder alles anders.
Vorausgegangen war, das IBM es nicht geschafft hatte eine CPU mit 3
GHz Marktfähig zu produzieren und eine 2 GHz Variante des G5 in den
Mobilen Apple´s zu verbauen, Steve Jobs musste handeln. Auf der
World-Wide-Developers-Conference (WWDC) hat Apple´s CEO, Steve Jobs
am 06.06.2005 die Hüllen fallen lassen und der Welt eine
Spektakuläre und Revolutionierende Neuigkeit bekannt gegeben. Schon
ab Mitte 2006 sollen die ersten Apple Computer mit Intel CPU
erscheinen und binnen einen Jahres will man die Komplette
Produktpalette auf die neuen Intel CPU´s umgestellt haben. Für alle
Anhänger Apple´s war diese Neuigkeit eine Überraschung, hinter den
Türen Apple´s aber, hatte man schon seit 5 Jahren alle
Vorbereitungen hierfür getroffen. Die Apple Betriebssysteme OS X
führten schon seit mehr als 5 Jahren eine Geheim gehaltene
Kompatibilität in sich, sie waren auf Intel CPU´s Lauffähig, so als
hätte man diesen Trumpf schon vor Jahren im Ärmel versteckt um
immer unabhängig und frei in der CPU Wahl zu sein.
Heute verzeichnet Apple ein Rekordumsatz-Quartal nach dem anderen
und trotz sinkender PC und Notebook Verkäufe liegt Apple immer ein
wenig über den anderen und mausert sich so langsam aber sicher zu
einem großen. Neben den Intel Chips liegt nun das neue
Betriebssystem Leopard für den Apple vor und die Verkäufe zeigen
auch hier, Apple ist und bleibt zwar ein Nischen Produkt, wächst
aber stetig weiter und muss sich hinter dem erwarteten Hype von
Windows Vista nicht verstecken.